Perspektive Nacht
Spandau bei Berlin
Lageplan
Typologie
Funktion
Modellfotos
Grundriss EG
Grundriss UG
Grundriss 1.OG
Grundriss 2.OG
Grundriss 3.OG
Grundriss 4.OG
Schnitte
Ansichten
Fassade
Explosion
Modellfotos
Masterthesis / Berlin / 2014

mit Fabian Pfitzinger

Ein Kulturzentrum für Spandau soll entstehen.
Die zunehmende soziale Segregation der Bevölkerung in attraktive Innenstädte und oftmals trostlose Randbezirke wird zunehmend als Problem in Berlin wahrgenommen. Spandau ist durch besondere städtebauliche und gesellschaftliche Entwicklungen in den Fokus der Berliner Stadtentwicklung gerückt. Der Bezirk Spandau bietet mit seiner langen Geschichte und seiner Lage im Übergang zwischen Stadt und Land aber auch besondere Qualitäten und hat sich bis heute eine eigenständige Identität bewahrt.
In einer multizentrischen Stadt wie Berlin gilt es, diesen individuellen Charakter zu fördern. Dabei muss nicht zuletzt das Miteinander verschiedener Bevölkerungsgruppen organisiert und eben diese Vielfalt als Chance verstanden werden. Ein neues Kulturzentrum für Spandau soll als Katalysator einer Bezirks umfassenden Trendwende fungieren und gibt Spandau einen wichtigen Impuls für die Zukunft. Das Kulturzentrums schafft eine neue Urbanität am Rand der Altstadt und richtet als prägnanter Stadtbaustein das Koordinatensystem Spandaus neu aus. Die Präsenz des neuen Veranstaltungsortes sorgt dabei auch überregional, mit Blick auf Gesamt-Berlin, für öffentliche Wahrnehmung.
Um einem heterogenen Programm gerecht zu werden, die unterschiedlichen Funktionsräume des Kulturzentrums zu organisieren und um dem Kernbedürfnis des Bezirks Spandau nach Nachverdichtung und Konzentration zu entsprechen, wurden Qualitäten unterschiedlicher Typologien in einem „Kulturcampus“ gebündelt. Auf Stadtebene gliedern sich im Erdgeschoss die Eingangsbereiche der verschiedenen Hauptnutzungen (Jugendakademie, Musikschule, Mediathek, Volkshochschule, Veranstaltungs- /Ausstellungsbereich, Café, Elternzentrum und Werkstatt) wie einzelne Häuser an die zentral liegende Sporthalle an. Sie erweitern den Stadtraum so um öffentliche bis semiprivate Höfe, die sich zwischen den verschiedenen Funktionen aufspannen. Der darüber liegende „Monospace“ dient allen Funktionen und lässt eine Vielzahl an Raumkonstellationen für unterschiedlichste Nutzungen zu.