Perspektive Strasse
Form
Lageplan
Perspektive Innenhof
Explosion
Grundriss EG
Grundriss 1./2.OG
Grundriss 3./4.OG
Grundriss 5./6.OG
Schnitte
Fassade
Modellfoto
Modellfotos
Bachelorthesis / Berlin / 2011

mit Anil Kuhn

Kerngedanke des Entwurfs ist die Kombination von gemeinschaflich organisiertem Arbeiten mit individuellem Wohnen.
Arbeits- und Wohnverhältnisse verändern sich in einer zunehmend global vernetzten Gesellschaft. Neue Arbeitswelten und Wohnformen entstehen, die dem Einzelnen neue Möglichkeiten in einer gemeinschafltich organisierten Arbeitsumgebung schaffen. Was einer alleine nicht bewerkstelligen kann, schafft er in der Gruppe. Eine alternative kleinteilig strukturierte und dennoch global vernetzte Ökonomie entsteht in den Städten. Die hohe Fluktuation von Arbeit auf dem globalisierten Arbeitsmarkt und neue Wohnkonzepte führen auch zu einer neuen Form des Zusammenlebens.
Das Grundstück befindet sich im Berliner Bezirk Friedrichshain, zwischen Simplonstraße und Revaler Straße. Der Entwurf schließt die Lücke einer typischen Berliner Blockrandbebauung, mit Wohnbauten in direkter Nachbarschaft und einem gemischten Gewerbegebiet mit kleinteiligen Gewerbestrukturen entlang der Bahngleise.
Das Gebäude besteht aus einem gewerblichen Teil mit Arbeits-, Versammlungs-, Konferenz- und Besprechungsräumen, Bibliothek, Kindergarten und Werkstätten und einem privaten Wohnbereich mit flexibel schaltbaren und unterschiedlich großen Wohneinheiten. Das Gebäude schließt die Lücke in der bestehenden Blockrandbebauung und verdoppelt die übliche Nutzfläche durch einen weiteren Gebäudeflügel. Die Kubatur orientiert sich nach dem Lauf der Sonne, der südliche Gebäudeteil wird eingedrückt, der dahinterliegende Teil wird angehoben. Der öffentliche Stadtraum wird erweitert, umfließt die Gebäudekanten und schafft Verbindungen zum innen liegenden Hof. Der gemeinschaftliche Bereich besteht aus einem umlaufenden offenen Arbeitsraum, der sich kaskadenartig über zwei Geschosse erstreckt und an den sich weitere gemeinschaftliche Funktionen anlagern. Zwischenräume fungieren als Puffer zum Privaten und filtern den Zugang zu den Wohnbereichen. Die Erschleißung erfolgt über Treppenhäuser und Aufzüge in zwei Kernen und über Laubengänge, die sich im hinteren Gebäudeflügel zu semiprivaten, durchgesteckten Terrassen aufweiten. Zusätzlich gibt es einen gemeischaftlichen Treppenraum um den überdachten Innenhof.